Giftige Lebensmittel Hund

Schon gewusst? Welche Lebensmittel eurem Hund schaden!

Hin und wieder fällt in der Küche auch mal ein Häppchen für unsere Spürnasen ab, ob gewollt oder ungewollt. Aber Achtung: Einige Lebensmittel, die für uns Menschen völlig ungefährlich sind, sind für Hunde unverträglich oder sogar so gefährlich, dass der Verzehr zu lebensbedrohlichen Vergiftungen führt.

Es ist für jeden Hundebesitzer wichtig, die für Hunde verbotenen Lebensmittel zu kennen, um seinen Hund vor den Gefahren zu schützen oder im Notfall schnell und richtig reagieren zu können! So können dauerhafte körperliche Schäden vermieden werden. Denn wir alle wollen doch nur das Beste für unseren Hund. 

Gefährliche, für Hunde verbotenen Lebensmittel:

Nachfolgend stellen wir euch einige der verbotenen Lebensmittel vor. Falls bei euerem Hund nachfolgende Symptome auftauchen und ihr wisst oder vermutet, dass er kürzlich eines der giftigen Lebensmittel zu sich genommen hat, alarmiert unverzüglich euren Tierarzt, egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit!

Rohes Schweinefleisch

Rohes Schweinefleisch kann möglicherweise den Aujeztky-Virus in sich tragen. Dieser Virus wird erst bei einer Gartemperatur von mindestens 60 Grad abgetötet. Leider gibt es kein Heilmittel. Infiziert sich euer Hund mit diesem Virus, wird er innerhalb von 48 Stunden nach Auftreten der Symptome sterben. Ein Tierarzt kann ihn dann nur noch von seinen Qualen erlösen.

Symptome:

  • Appetitlosigkeit
  • Erbrechen
  • Fieber
  • starker Juckreiz
  • Unruhe

Schokolade/Kakao

Schokolade enthält die giftige Substanz Theobromin. Je höher der Kakaogehalt, desto höher ist auch der Anteil der für Hunde giftigen Substanz. Bereits ab einer Aufnahme von 100 bis 300mg kann es zu Herz-Kreislaufversagen kommen, was wiederum zum Tod führen kann. Eine Tafel weiße Schokolade enthält 200mg Theobromin, bei einer Tafel Zartbitterschokolade liegt der Gehalt bei 1600mg. Bereits schon wenige Stückchen Schokolade können bei kleinen Hunden und eine Tafel bei einem mittelgroßen Hund zum Tod führen.

Die Symptome:

  • erhöhter Puls
  • Unruhe
  • Durchfall und Erbrechen
  • Zittern
  • Krampfanfälle
  • Atemstillstand

Weintrauben/Rosinen

Viele Hundebesitzer wissen nicht, dass sowohl Weintrauben als auch Rosinen zu Nierenversagen führen können. Leider konnte noch nicht festgestellt werden, welche Wirkstoffe dafür verantwortlich ist. Klar ist aber, dass sich durch die Substanz die Kalziumwerte im Blut des Hundes erhöhen und dadurch die Nierenwerte dramatisch ansteigen. Seid auch achtsam, wenn ihr in Weinbergen spazieren geht, dort wird Trester ausgebracht, der besonders gefährlich ist. Bereits 10 g pro Kilo Körpergewicht können zu ersten Symptomen führen.

Symptome:

  • Durchfall und Erbrechen
  • Magenkrämpfe
  • Teilnahmelosigkeit
  • Nierenversagen

Knoblauch / Zwiebeln / Lauch / Bärlauch / Schnittlauch

Jegliche Art von Zwiebelgewächsen oder Lauchart, ob roh, gekocht oder zu Pulver zermahlen, enthält Sulfide, welche die roten Blutkörperchen im Körper eures Hundes zerstören können. Dadurch wiederum kann eine Blutarmut hervorgerufen werden. Bereits eine Menge von nur fünf Gramm pro Kilogramm Körpergewicht sind schon schädlich.

Symptome:

  • Blutarmut
  • blasse Schleimhäute
  • Verweigerung von Wasser und Futter

Nüsse

Durch ihren hohen Phosphorgehalt sind Nüsse zum Verzehr für Hunde absolut ungeeignet. Macadamia Nüsse enthalten zudem noch einen Giftstoff, der das Verdauungssystem und Nervensystem von Hunden negativ beeinflußt. Durch Walnüsse könnten neben Phosphor noch toxinhaltige Pilze in den Magen eures Hundes gelangen.

Symptome:

  • Schwächeanfall
  • Fieber
  • Zittern
  • Krämpfe
  • epileptische Anfälle
  • Lähmungserscheinungen

Milch / Milchprodukte / Käse / Sahne

Hunde können die Laktose aus der Milch nicht verwerten. Weil ihnen dieses Enzym für die Verdauung schlichtweg fehlt, sind sie laktoseintolerant.

Symptome:

  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Blähungen

Alkohol

Alkohol ist nicht nur für uns Menschen, sondern auch für Tiere ungesund. Bei Hunden kann der Genuss von Alkohol zu chronischem Nieren- und Leberleiden oder sogar zum Tod führen. Auch Hopfen, als Pflanze in größeren Mengen verzehrt, führt zum Tod beim Hund.

Symptome:

  • Erbrechen,
  • Krampfanfälle,
  • Koordinationsschwierigkeiten
  • Atemnot
  • Koma
  • Nieren- und Leberversagen

Koffein / Teein

Pures Gift für das Nervensystem von Hunden ist das in Koffein oder Teein enthaltene Methylxanthin.

Symptome:

  • Erbrechen
  • Ruhelosigkeit
  • Herzrasen

Süßstoff / Xylit

Der Blutzuckerspiegel eures Hundes kann nach dem Verzehr von Süßstoff durch den darin enthaltenen Wirkstoff Xylit rapide absinken. Bei Symptomen solltet ihr schnellstmöglich den Tierarzt aufsuchen. Als Soforthilfe könnt ihr eurem Hund Zuckerwasser zu trinken geben.

Symptome:

  • Durchfall
  • Erbrechen

Rohe Bohnen

Gekocht, sind Bohnen ungefährlich für Hunde, aber in rohem Zustand enthalten Bohnen das Toxin Phasin, welches rote Blutplättchen verklebt, weil es die Photosynthese hemmt.

Symptome:

  • Fieber
  • Bauchkrämpfe
  • Leberschwellung

Es gibt noch weitere Lebensmittel, die für einen gesunden Hund zwar nicht lebensbedrohlich giftig sind, aber von denen abgeraten wird, wie:

  • Obstkerne (Gefahr von Darmverschluss, Blausäurevergiftung)
  • Salz (erhöhte Flüssigkeitsansammlung im Körper, sehr problematisch für Hunde mit Herzleiden)
  • Speck (Verdauungsprobleme, Stoffwechselerkrankungen)
  • Gekochte Knochen (Verletzungsgefahr für Maulhöhle und Verdauungstrakt - übrigens splittern rohe Knochen nicht)
  • Nachtschattengewächse wie rohe Kartoffeln, rohe Auberginen und rohe Tomaten (Durchfall, Erbrechen und Störungen der Gehirnfunktion)
  • Alfalfa-Sprossen (Beeinflussung Östrogenhaushalt, Blutgerinnungsstörungen)

Avocado – doch nicht so giftig, wie oft behauptet

Oftmals steht die Avocado auch in der Liste verbotener Lebensmittel vieler Hundeexperten, mit dem Hinweis, dass die Avocado den Inhaltsstoff Persin enthalte, der zu irreparablen Herzmuskelstörungen führen würde. Justine Lee, eine amerikanische Notfall-Tiermedizinerin revidierte dieses Gerücht. Für manche Tiere, wie Vögel, Nager, Schweine und Pferde sei Persin giftig. Bei Hunden und Katzen wirke es allenfalls schwach und es müssten schon riesige Mengen verzehrt werden, die dann zu Durchfall oder Erbrechen führen könnten. Persin sei zum Großteil nur in den Blättern und im Kern der Frucht enthalten, das Fruchtfleisch sei weitestgehend frei von Persin. Es gibt in Amerika sogar Hundefutter mit Avocado Fruchtfleisch, dass für schönes, glänzendes Fell sorgt. Es kommt wohl auf die Menge an, die euer Hund verzehrt.

Nun wisst ihr, welche Lebensmittel schädlich für euren vierbeinigen Freund sind und was definitiv nicht in seinen Futternapf gelangen sollte. Welche Gartenpflanzen für Hunde giftig sind, findet ihr im Blogbeitrag: „So macht ihr euren Garten Hundefreundlich“.

   
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